Forstwirtschaft
Gesamtwaldfläche: 150,8 ha
jährlicher Hiebsatz: 710 Erntefestmeter (davon 140 Erntefestmeter Vornutzung, 570 Erntefestmester Endnutzung)
Gesamtfläche LLA: 490,2 ha
Betriebsklassen
BKl. I Grafenwald, Schlosswald
BKl. II Brandwald
BKl. III Brettfallkopf
BKl. IV Alpe Kaunz
Gesamtweglänge: 5 km
dies entpricht 58,8 lfm/ha
Baumartenverteilung:
über den gesamten WAld: 38 % Fichte, 29 % Tanne, 10 % Lärche, 8 % Kiefer, 15 % Buche (Laubholz).
Schlägerung
Die Holzernte wurde zum überwiegenden Teil mit den Schülern bzw. Kursteilnehmern im Rahmen des praktischen Unterrichtes durchgeführt (forstliche Berufsschule, landw. Fachschule, Erwachsene Schule LW und FW sowie Waldaufseherkurs). Der Anteil der Vornutzung ist mit ca. 55 % ist mit Sicherheit für Tirol überdurchschnittlich. Die Endnutzungen werden eher kleinflächig oder einzelstammweise gemacht. Vornutzungen wurden vorwiegend mit Seil ausgeführt. Der Holzpreis hat sich stabilisiert, man kann durchaus damit durchaus zufrieden sein.
Holzbringung
Der Großteil des Holzes (ca. 55 %) wurde durch Seillieferung gebracht. Dies ist eine wirtschaftliche, boden- und bestandesschonende Art Holz an die LKW-fahrbare Straße zu bringen. Diese Arbeiten wurden 2009 im Rahmen des praktischen Unterrichtes mit der Landesberufsschule für Forstwirtschaft, 3. Jahrgang und der Wahlpraxis im 3. Jahrgang der Fachschule durchgeführt.
Aufforstung
Durch die kleinflächige Nutzung kommt immer mehr die Naturverjüngung zum tragen. Es mussten daher im Jahre 2009 keine Aufforstungen vorgenommen werden. Eine geringe Stückzahl an Laubholz wurde in Gruppen eingebracht.
Kulturpflege
Alle Kulturpflegearbeiten (Aussicheln, Verbissschutz, usw.) wurden ebenfalls mit Schülern laufend durchgeführt. Die Verbissschäden halten sich bei Fichte in Grenzen. Ein Heranwachsen von Tanne und Laubgehölzen ist ohne Schutz nicht möglich.
Waldpflege
Die Dickungspflege wurden mit Schülern und Kursteilnehmern durchgeführt. Dabei wurde grundsätzlich ein Verband von 2 mal 2 Meter (bis zu einer Oberhöhe von ca. 5 Meter) angestrebt. Wenn Laubbäume in Gruppen vorhanden waren, wurden diese in Gruppen belassen. Bei Einzelmischungen wurde Laubholz stark gefördert, ebenso Tanne und Lärche.
Christbaumkultur
Der Konkurrenzdruck im Nahbereich der LLA (Lutz, Interspar, Tannenland, usw.) ist sehr groß. Dennoch konnten die Christbaumpreise stabil gehalten werden. Die Nachfrage nach heimischen, frischen und im richtigen „Mondzeichen“ geernteten Tannenchristbäumen ist steigend. Es wurden insgesamt ca. 580 Christbäume verkauft. Dieser Verkaufserlös trägt mit Sicherheit für unser gutes Betriebsergebnis bei. Auch diverse Christbaumhändler haben Christbäume eingekauft, da die Qualität unserer Bäume sehr gefragt ist..
Forststraßen
An den Forststraßen und Rückwegen sind keine besonderen Schäden aufgetreten. Instandhaltungsarbeiten werden laufend durchgeführt. Es wurden teilweise kürzere Straßenabschnitte nachgeschottert.
Windwurf und Käferholz
Windwurf und Käferholz ist im Jahre 2009 keines angefallen.
Moderne Seilbringungsanlage an der forstlichen Ausbildungsstätte Rotholz erweist sich als großer Segen für Lehrbetrieb und Ausbildung
Das neu angeschaffte Kippmastseilgerät Wanderfalke U 370 hat sich voll bewährt und ist bei den Schülern ein Hit. Die gesamten Bringungen bergab wurden mit diesem Gerät ausgeführt. Für die Bringung bergauf steht noch ein in die Jahre gekommener K 300 zur Verfügung.
Holzbringung – Bodenzug - Brennholzaufarbeitung
Ca. 45 % der gesamten Holzerntemenge wurden im Bodenzug zur Forststraße gebracht. Da die Forstliche Ausbildungsstätte keinen Traktor besitzt, wurden für den Unterricht entsprechende Maschinen angemietet. Es wurden auch div. Rückewinden, Holzspaltmaschinen und sonstige Maschinen für den Unterricht von externen Personen der Lehranstalt zur Verfügung gestellt. Weiter wird angemerkt, dass das gesamte Brennholz im Rahmen des Unterrichtes durch die Schüler entsprechend aufgearbeitet und gelagert wird.
Eigenjagdgebiete Rotholz und Alpe Kaunz
Die LLA verfügt über zwei Eigenjagden. Die Abschüsse werden an verschiedene Abschussnehmer verkauft; der Erlös je Stück liegt über dem Durchschnittspreis der Landesjagd Pitztal.