Düngung
Die Düngung erfolgt nur mit Mist, Gülle und Kompost bzw. Düngerzukauf nach den Richtlinien BIO Austria. Geachtet wird auf oftmalige Ausbringung in kleinen Gaben auf bewachsenen Flächen. Besonders auf Wiesen werden Feinstreuwerke zur Mistausbringung verwendet. Zu Mais und Grünland wird mit einem Schleppschlauchgerät Gülle als Kopfdüngung (zur Vermeidung der Ammoniakverdunstung) gegeben.
Die Stickstoffversorgung und die Bodenverbesserung der Ackerflächen werden durch den Anbau von Klee- und Luzernengras sichergestellt. Bei rekultivierten Flächen (betroffene Flächen: Brettfalltunnelzufahrt und Verlegung Zillertalbahn) versucht man durch Humuszufuhr und Ackerbau die belasteten Flächen wieder zu verbessern.
Sorten
Im Anbau werden bei allen Kulturen keine genmanipulierten Sorten verwendet. Für das Projekt „Tiroler Biobrot“ werden alte Tiroler Landsorten verwendet (Rinner Winterweizen, roter Tiroler Kolbendinkel, Hanser Winterroggen). Diese Getreidearten werden von der Bäckerei Ruetz für die Herstellung von Tiroler Biobrot verwendet.
Unkraut und Schädlingsbekämpfung

Getreide:
Je nach Bedarf werden mit 1 - 2 Striegeldurchgängen auch Untersaaten ausgesät. Diese Untersaaten werden von den Schülern im Praktischen Unterricht durchgeführt. Dabei erlernen sie die Abdrehprobe, das Berechnen der Aussaatmenge und den Umgang mit Traktor und Sämaschinen. Durch die vielfältige Fruchtfolge erübrigt sich eine Unkrautbekämpfung.
Kartoffel:
Alle Arbeitsgänge im Kartoffelanbau werden mit den Schülern im Rahmen des Praktischen Unterrichtes durchgeführt. Die Kartoffel werden zur Wachstumsförderung in den Monaten Jänner bis April vorgekeimt. Die Unkrautbekämpfung erfolgt durch Striegeln und Häufeln. Vier Spritzungen erfolgen mit Haftkupfer (2 kg/ha), Schachtelhalm und Algenextrakt; Kartoffelkäfer braucht nicht bekämpft zu werden.
Silomais:
Keine chemische Unkrautbekämpfung, es wird nur gestriegelt und gehackt. Die Kopfdüngung der Gülle erfolgt mit Hilfe eines Schleppschlauchverteilers.