
Allgemeine Beschreibung

Die LLA Rotholz ist Mitglied bei „Bio Austria“ und wirtschaftet nach biologischen Richtlinien.
Der ehemalige Anbindestall wurde 1996 in einen Laufstall umgebaut. Dabei durfte der unter Denkmal stehende Stall in seiner Außenfassade nicht verändert werden. Lediglich ein kleiner Ausbruch ostwärts war notwendig um eine Verbindung zur neugebauten Fresshalle herzustellen.
Im bestehenden Stall entstanden 44 Tiefliegeboxen. Ausgemistet wird im Liegebereich mit einem Pendelschieber. Die Melkarbeit erfolgt in einem 6er Autotandem Melkstand von Westfalia.

Die aus eigenem Tannenholz gebaute Fresshalle im Ostbereich hat 54 Fressplätze und bietet zusätzlich noch Liegeplätze für 12 Kühe. Weiters sind noch 6 Liegeplätze (Hochboxen) mit Fressmöglichkeit für Stiere bzw. Jungvieh vorhanden. Die Fresshalle und der Bereich vor dem Melkstand ist mit einem Betonspaltenboden ausgestattet der mittlerweile mit Gummimatten belegt ist. Gefüttert wird auf einem U-förmig angelegten Futtertisch mit dem Hoftrac.

Das Kraftfutter kann von den Tieren über zwei Kraftfutterstationen abgerufen werden. Ein großzügig angelegter mit einer Futterraufe ausgestatteter Laufhof, der für die Kühe über ein computergesteuertes Selektionstor erreichbar ist, ermöglicht eine individuelle Zusatzfütterung für Hochleistungstiere während des Tages und verhindert ein Verfetten von spätmelken bzw. trockenen Kühen.
Für das Jungvieh wurden im westlichen Teil des bestehenden Stalles 6 Tiefstreuboxen geschaffen. Gefüttert wird ebenfalls mit dem Hoftrac über einen Futtertisch, die Tiere stehen beim Fressen auf Spaltenboden mit Gummibelag.
Die Kälber werden in der Anfangsphase der Aufzucht (ca. 2 Monate) ausnahmslos im Iglu bzw. in der Kälberhütte und später im Großraumiglu aufgezogen, bevor sie in den Stall kommen. Die Tränkung erfolgt über ein Milchtaxi.

Einige Eckdaten
Milchkühe: durchschnittlich 50 (ca. 21 FV; 21 BV; 8 HF)
Milchleistung 2010: 51 Kühe 7980 kg Milch; 4,12% Fett und 3,36% Eiweiß
Kontingent: 298.500 kg A-Quote (Tirolmilch); 12.000 kg D-Quote
Jungvieh: jährlich gehen ca. 25 weibliche Kuhkälber und 8 Stiere (großteils Zuchtstiere) in die Aufzucht
Besamung: Eigenbestandsbesamer
Fütterung Winter: Silomais; Grassilage; Heu 2ter Schnitt; Kraftfutter über Transponder leistungsgerecht
Sommer: ca. 20 Kühe und 70 Stück Jungvieh gehen auf die Alpe Kaunz (Rest Lehnvieh); Restliche Kühe und Stiere bleiben am Betrieb
Fütterung der Heimkühe: Weide; Heu 1terSchnitt und Kraftfutter leistungsgerecht
Vermarktung Vieh: Ab Hof oder über Versteigerung; Kälber über TVM (teilweise privat)
Praktischer Unterricht Tierhaltung
1.Jahrgang

-
Almpraxis (Pflege- und Erhaltungsarbeiten)
-
Tiergesundheit und Stallapotheke
-
Umgang mit Tieren
-
Körperteile des Rindes
2.Jahrgang

-
Melken
-
Fütterungs- und Stallarbeiten
-
Markieren und Melden von Kälbern
-
Exterieurbeurteilung; Futtermittelkunde
-
BCS (Body condition scoring)
-
Rationsberechnung
-
Kuhkomfort
3.Jahrgang

-
Klauenpflege
-
Anpaarungsprogramme
-
Milchverarbeitung
-
Fleischverarbeitung
-
Wahlpraxis Milchverarbeitung
-
alternative Tierhaltung