|
Ein
Berufsstand im Wandel
Ausbildungslehrgang für Waldaufseher
(gem. § 27 ff Tiroler Waldordnung,
LGBl. Nr. 55/2005)
Die
romantische Vorstellung vom Waldaufseher, der den ganzen Tag im
Wald arbeitet, ist längst überholt. Die Berufsgruppe
hat sich sehr rasch erfolgreich an die neuen Herausforderungen
angepasst. Modernste Technologien unterstützen sie bei allen
Arbeiten im Wald, Rationalisierung und die klare Dokumentation
vieler Arbeitsabläufe halten die Kosten in vertretbaren Grenzen.
In
den letzten 10 Jahren hat sich das Ausmaß der Holznutzung
in Tirol im Schnitt verdoppelt. Ein großer Teil der damit
verbundenen Arbeitsabläufe ist als Kernaufgaben der Waldaufseher
für die Waldbesitzer/innen anzusehen.
l
Waldaufseher
organisieren die Waldarbeit unterstützt durch modernste Technologien.
Der
moderne Waldaufseher benötigt sein Wissen für die professionelle
Beratung der Waldbesitzer/innen und muss dabei öffentliche
und betriebswirtschaftliche Interessen ausgewogen berücksichtigen:
Er sorgt für die Verjüngung
der Schutzwälder
und unterstützt bei der Holzauszeige, dem Abmaß und
der Holzvermarktung
und einer Vielzahl weiterer waldbezogener
Aufgaben.
Mehr Informationen sind auf der Homepage
der Vereinigung der Waldauseher und Forstwarte Tirols zu finden.
Der
Lehrgang dient in erster Linie der Ausbildung von Waldaufseher/innen
in Tirol. Soweit Plätze frei sind, steht er auch zukünftigen
Berufsjäger/innen
und Personen aus anderen Bundesländern offen. Er wird vom
Landesforstdienst
in Zusammenarbeit mit der FAST Rotholz durchgeführt und findet
bei ausreichendem Interesse jeweils von Ende September bis Ende
Mai statt.
Aufnahmebedingungen:
Ø Mindestalter 16 Jahre
Ø körperliche Eignung
Ø erfolgreich abgelegte Eignungsprüfung
Stundentafel
Die Inhalte orientieren sich stark an der zukünftigen praktischen
Berufstätigkeit und werden laufend aktuellen Entwicklungen
angepasst:
Theoretischer
praxisnaher Unterricht Stunden
| Fach |
Gesamtstunden |
| Waldbau |
100 |
| Holzmessen
und Sortieren |
95 |
| Forstschutz |
70 |
| Fachliches
Rechnen |
70 |
| Waldökologie |
65 |
| Rechtskunde |
50 |
| Alpine
Naturgefahren |
50 |
| Forstliche
Arbeitslehre und Bringungstechnik |
50 |
| Forstliche
Planungsgrundlagen / Forsteinrichtung |
50 |
| Deutsch
/ Schriftverkehr |
50 |
| Land-
und forstwirtschaftliche Betriebslehre |
45 |
| Persönlichkeitsbildung |
45 |
| Wildökologie |
40 |
| EDV
– forstliche Anwendungen |
40 |
| EDV
– Walddatenbank |
40 |
| Projektunterricht |
40 |
| Praktischer
Unterricht in fast allen Fächerninkl. vier Tage des achttägigen
Zertifikatslehrganges Waldpädagogik |
300 |
| Gesamtstunden |
1.200 |
Nähere
Informationen über den Lehrgang erhalten Sie beim Landesforstdienst:
DI
Michael Moling, Lehrgangsleitung
DI
Gerhard Müller, Pädagogische Leitung
.
|