Meisterlehrgang
Der Meisterlehrgang ist ein Ausbildungsweg für junge Bäuerinnen und Bauern, die bereits Facharbeiter sind und in absehbarer Zeit den Hof von ihren Eltern übernehmen wollen. Der Meisterkurs führt in 15 Monaten zum Landwirtschaftsmeister.
Über die Buchhaltung sollen die Teilnehmer zunächst Einblick in den wirtschaftlichen Gang ihres Unternehmens gewinnen, im Meisterkurs sollen sie dann die wesentlichen Qualifikationen eines guten Betriebsleiters erwerben können. Das Facharbeiterwissen über die Produktionstechnik wird vorausgesetzt, der Unterricht bezieht sich auf die speziellen Erfordernisse der Teilnehmer in diesen Bereichen.
Im Mittelpunkt des Meisterkurses steht der wirtschaftliche Erfolg der Teilnehmerbetriebe und wie er verbessert werden kann; sei es durch die Senkung von Kosten, verbessertes Marketing, Umstrukturierung des Betriebes oder andere erfolgsversprechende Maßnahmen. Der entscheidende Erfolgsfaktor dabei ist der Bauer als Unternehmer: ihn auf die Erfordernisse der kommenden Jahre vorzubereiten, ist das eigentliche Ziel.
Am Ende steht die Meisterprüfung; sie trägt durch Bestätigung der Fähigkeiten zum besseren Selbstbewusstsein der jungen Meister bei.
Die wesentlichen Inhalte des Meisterkurses:
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Persönlichkeitsbildung
gute kommunikative Fähigkeiten, ein geeignetes Auftreten, selbständiges Erarbeiten guter Problemlösungen sind wichtige Kompetenzen eines erfolgreichen Betriebsleiters
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Marketing:
Wege und Formen der Vermarktung der eigenen Produkte werden aufgezeigt und zeitgemäße Werbemethoden geübt
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Betriebswirtschaft und Buchhaltung:
aus Ergebnissen der Deckungsbeitragsrechnung einzelner Betriebszweige soll ein wirtschaftliches Konzept für den Gesamtbetrieb abgeleitet werden; Förderungsoptimierung spielt eine wichtige Rolle
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EDV und Internet:
ihr Einsatz im landwirtschaftlichen Betrieb sind bei einer zeitgemäßen Führung eines Landwirtschaftsbetriebes nicht mehr wegzudenken (Meldungen AMA, ...); ein Grundwissen muss vorausgesetzt werden.
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Rechts- und Steuerkunde:
ist ein in Zukunft immer wichtigerer Bereich für jeden Betriebsleiter
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Produktionsgegenstände:
sind ausgerichtet auf die spezifischen Bedürfnisse der Teilnehmer (Tierhaltung, Pflanzenbau, Landtechnik, Waldwirtschaft, ggfs. Obstbau)
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Hausarbeit:
darin werden einerseits die Betriebsverhältnisse umfassend dargestellt, andererseits wird das Betriebskonzept im Sinn der Investitonsförderung erarbeitet
Wie läuft der Meisterkurs ab?
Anfang Jänner: erste Zusammenkunft der Meisterkursteilnehmer; Besprechung des Ablaufes und der inhaltlichen Schwerpunkte
März: Ausbildung in Berufs- und Arbeitspädagogik mit anschließender Prüfung
Mitte November bis Anfang Februar: Meisterlehrgang mit täglichem Unterricht von 8.25 bis 15.45 Uhr
Anfang April: Meisterprüfung
Folgende Voraussetzungen müssen Sie dazu erfüllen:
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Vollendung des 21. Lebensjahres zum Zeitpunkt der Prüfung
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Facharbeiterbrief
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eine mindestens dreijährige Tätigkeit in der Landwirtschaft seit Ablegung der Facharbeiterprüfung
Weitere Informationen und Anmeldung
Landw. Landeslehranstalt Rotholz, Herr DI Josef Stoll (Tel. 05244/62161-26)
Landeslandwirtschaftskammer Tirol, Frau Larcher (Tel. 05/9292-1108)
Kosten
ca. € 1.000,-- darin sind enthalten: Kosten für diverse Unterrichtsbehelfe, Exkursionen und die Verpflegung während des Kurses